Die squeaker.net-Story Teil 1: Die Vision und die Besonderheiten

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Image by squeaker.net via Flickr

squeaker.net wurde von mir zusammen mit zwei Kommilitonen der Uni Köln im Jahr 2000 gegründet. Meine Mitgründer, Hanno Fichtner und Fabian Wasmus, waren wie ich auch beide Mitglieder des OFW-Netzwerkes (ich war Vorstand beim OFW, Hanno und Fabian waren Berater bei OSCAR). Unsere Vision war, eine qualitative Online-Community (damals nannte man Social Networks noch „Communities“) zu gründen, in derambitionierte und kluge Studenten und Absolventen sich auf ähnlich hohem Niveau unter ihren Peers austauschen konnten: So, wie wir es vom OFW her kannten. Massen-Jobdatenbanken und Studi-Foren mit Dating, Produktwerbung usw. gab es damals – wie heute – mehr als genug.

Unser Ziel war, Informationsasymmetrien bei einer der wichtigsten Entscheidungen des Lebens abzubauen, nämlich bei der Entscheidung für die ersten Karriereschritte. Und dies auf authentische und qualitative Art und Weise.

Das Internet war die ideale Plattform hierfür. eBay, Amazon, epinion und andere hatten die Macht des Mediums schon damals gezeigt. Man konnte ungefilterte Meinungen von anderen zu Marken und Produkten bekommen und musste sich nicht alleine auf die Informationen der Unternehmen verlassen. Die Meinungsbildung über potenzielle Arbeitgeber jedoch hatte die Revolution noch nicht erreicht. Dabei liegen doch gerade hier die Vorteile für beide Seiten auf der Hand:

  • Bewerber, die bisher eher zufällig auf der Basis ihrer verhältnismäßig wenigen persönlichen Kontakte und der Arbeitgeberwerbung der sie ausgesetzt waren, ihre Karriereschritte planen, haben ein natürliches Interesse mehr über Unternehmen, ihre Karriereoptionen, die zukünftigen Kollegen usw. zu erfahren.
  • Unternehmen, die bisher nur durch die von ihrer PR und Corporate Communications Abteilung freigegebenen Anzeigen, Imagebroschüren und Pressemitteilungen kommunizieren konnten, haben ein natürliches Interesse daran, in einen echten Dialog mit Bewerbern zu treten und somit die besten Potenziale ansprechen, um diese glaubwürdig informieren zu können und kostspielige Fehleinstellungen zu vermeiden.

Karrieremessen, Workshops, Unternehmenspräsentationen, Imageanzeigen, Pressearbeit, Karriere-Events und natürlich auch Online-Unternehmensprofile und Banner/Newsletterwerbung leisten ihren Beitrag zur Information der Bewerber und sind in der richtigen und effektiven Wahl des Instrumentariums wichtig.

Wir haben an uns selbst jedoch gemerkt, dass die Top 10-15% eines Uni-Jahrganges mehrere Angebote bekommen und ihre finale Arbeitgeberwahl vor allem von persönlichen Eindrücken leiten lassen. Mit diesem Wissen haben wir zwei Produkte damals im Jahr 2000 erfunden:

  • Erfahrungsberichte von Bewerbern, Praktikanten und Einsteigern über Unternehmen
  • Authentische Employer Branding Maßnahmen in der Community (würde man heute wohl „Social Media Recruiting“ nennen)

Mit letzteren weisen unsere Kunden (Unternehmen wie McKinsey, BCG, HSBC, Deutsche Bank, Henkel, PwC usw.) auf ihre Karriere Events im Mitgliedernewsletter hin, präsentieren sich und ihre Mitarbeiter in authentischen Unternehmensprofilen, bauen ihre Marke durch Imageanzeigen, Banner und Logopräsenz in der Community auf und weisen auf Stellenangebote zugeschnitten auf die Squeaker-Zielgruppe hin.

Das war die Idee in 2000 – an der wir bis heute nicht rütteln. Wie wir die Firma damals gegründet haben und die Seite gebaut haben, ist Inhalt eines weiteren Beitrages.

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