Posts Tagged 'zukunft personal'

Ist die Stellenanzeige tot?

Was für eine Stellenanzeige... ;-)
Image by santasapina via Flickr

Auf der Zukunft Personal Messe wurde ich von Manuel Koelman von talential in einem Video-Interview gefragt, ob die Stellenanzeige tot sei und wohin Recruiting-Trends im Allgemeinen gehen. Das Video findet sich bei You Tube hier.

Meine Antwort darauf: Die Stellenanzeige ist so tot, wie das papierlose Büro Realität geworden ist.

Bekanntermaßen habe ich die Zukunft Personal Messe mit einigen Zweifeln zu dem plötzlichen Aufleben von Employer Branding und Social Recruiting verlassen. Nicht, dass ich als Internet-Entrepreneur nicht mit Begeisterung und Herzblut an die Möglichkeiten von Web-Technologien glaube. Vielleicht haben diese sogar eine Chance, die relativ verkrustete und konservative HR-Branche aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Aber nur mit twitter-Kanälen, Facebook-Fanpages und bunten Mitarbeiterbildern in einem Karriere-Netzwerk werden offene Stellen nicht mit qualifizierten Kräften besetzt.

Im Sterben liegt sicherlich die Stellenanzeige in der Print-Ausgabe der FAZ. So, wie man heute zunehmend Flüge auf skyscanner und nicht im Reisebüro, Wohnungen bei Immoscout und nicht in der Regionalzeitung, Restaurants bei Google oder Qype und nicht in den Gelben Seiten sucht, so sehr sucht man Stellenanzeigen auf Stellenbörsen, Meta-Stellenbörsen und Karriere-Netzwerken, nicht in der Zeitung. Aber Fakt ist: Man sucht Stellenanzeigen, nicht nur Employer Brands.

Ob man sich dann für das eine oder andere Unternehmen entscheidet, das hängt wiederrum sehr stark von der Employer Brand ab. Um einen weiteren Vergleich zu bemühen: Man kauft keinen Red Bull, wenn man Die Marke auf einem Sportevent wahrnimmt. Man wählt aber Red Bull über andere Marken aus, wenn man einen Soft- oder Energydrink im Supermarkt kauft. Das ist der Unterschied zwischen Branding und Verkauf – der Unterschied zwischen Employer Branding und der Stellenanzeige. Ganz grob gesprochen.

Es lebe die (online) Stellenanzeige!

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Zukunft Personal: Alles web 2.0, Employer Branding, Social – oder was?

Cologne Cathedral at Sunset
Image via Wikipedia

Diese Woche war in Köln die Zukunft Personal Messe. Der Treffpunkt, für alle aus der HR Branche. Neben reichlich HR-Software gab es natürlich auch eine Reihe an Dienstleistern, Agenturen und Websiten, die um die Aufmerksamkeit der Fachbesucher buhlten. Und hier tauchten reichlich die aus allen anderen Bereichen der Medien bereits bekannten aktuellen Buzzwords rund um Web 2.0 auf.

Bin ich der Einzige, dem auffällt, das viele alte Konzepte einfach einen frischen Web 2.0-Anstrich bekommen haben? Und in Zeiten, in denen man mit konkreten Stellenangeboten weniger Geld verdienen kann, wird plötzlich alles „Employer Branding“ genannt. Wirkliche Innovationen habe ich wenig bis garnicht gesehen.

Die HR Branche ist scheinbar noch recht schwerfällig. Dies bestätigte sich in einem Gespräch mit Pascal von Absolventa, die mit vielen klugen Innovationen in den Markt gestartet sind und nun auch vor der Realität der Innovationsfeindlichkeit vieler Kunden zu ausgetreteneren Pfaden gefunden haben. Manuel von talential hat reichlich ge-networked und Video-Interviews gemacht – auch mit Stefan von squeaker.net. Jo von cyquest war von der Innovationsdichte auf der Messe auch nicht gerade angetan und hatte in diesem Jahr auch keinen Stand gebucht. Ob sich die Stände der Startups Absolventa, kununu und Jobmensa ausgezahlt haben, würde mich mal interessieren. Wenn ja, würden wir mit squeaker.net im nächsten Jahr auch unseren Beitrag dazu leisten, etwas frische Luft in die alten Messehallen zu bringen.

Als Treffpunkt vieler interessanter Personen und Persönlichkeiten hat die Zukunft Personal allerdings funktioniert. Insbesondere dadurch, dass parallel die dmexco stattfand, hat sich für viele eine doppelte Gelegenheit für eine Reise nach Köln ergeben. Die dmexco-Parties waren auf jeden Fall sehr spassig.

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